Durchmesser und Platzzahl
Ein runder Tisch wird nach seinem Durchmesser verkauft, und die Platzzahl ergibt sich daraus. Die Tabelle deckt die Standardgrößen für Feiern in beiden Einheiten ab. Bequem heißt ein gedecktes Sitzessen, höchstens ist die Zahl, die noch Platz findet, wenn das Essen vom Buffet geholt wird und nicht alles gleichzeitig auf dem Tisch steht.
| Durchmesser | Bequem | Höchstens | Typische Verwendung |
|---|---|---|---|
| 76 cm (30″) | 2 | 4 | Kaffee- und Bistrotisch |
| 90 cm (36″) | 4 | 5 | kleiner Tisch, Kindertisch |
| 120 cm (48″) | 6 | 7 | kleine Gesellschaft |
| 150 cm (60″) | 8 | 10 | die häufigste Größe bei Feiern |
| 170 cm (66″) | 9 | 11 | die Größe dazwischen |
| 180 cm (72″) | 10 | 12 | die größte übliche Mietgröße |
Wenn du dir eine einzige Zahl merken willst: 150 Zentimeter, also 60 Zoll, für acht Gäste. Das ist der Standardtisch bei Hochzeiten und Galadinners, und er ist gerade deshalb Standard, weil acht die größte Zahl ist, die noch als ein Tisch miteinander spricht.
Woher die Zahlen kommen
Die Gäste passen nicht auf die Fläche des Tisches, sondern an seinen Rand. Der verfügbare Rand ist der Umfang — Durchmesser mal Pi (3,14) —, und ein Platz braucht davon etwa 60 Zentimeter (24″). Eng gesetzt reichen 48 Zentimeter (19″), für ein festliches Gedeck rechne mit 75 Zentimetern (30″).
Ein Tisch mit 150 Zentimetern hat 471 Zentimeter Rand. Geteilt durch 60 ergibt das acht Plätze, geteilt durch 48 zehn — genau die Zahlen, die das Datenblatt des Mietmöbelhauses verspricht.
Zoll- und Zentimetermaße sind keine exakten Übersetzungen voneinander, sondern die Standardgrößen zweier Märkte: 60″ sind genau 152 Zentimeter, der europäische Miettisch misst 150. Zwei Zentimeter ändern die Platzzahl nicht, jede Zeile meint also denselben Tisch.
Aus der Rechnung folgen zwei Dinge, die überraschen. Erstens hilft ein größerer Tisch weniger als gedacht: wächst der Durchmesser um ein Fünftel, kommt ein Fünftel mehr Plätze dazu und nicht die Hälfte mehr. Zweitens versagt die Formel bei kleinen Tischen: unter 120 Zentimetern sind Stuhlbreite und Beinfreiheit eher am Ende als der Rand, an einen Tisch mit 90 Zentimetern passen also keine fünf Personen, wie der Umfang auch aussieht.
Acht unterhalten sich, zehn teilen sich
Der Unterschied zwischen acht und zehn ist keine Frage der Enge, sondern dessen, was am Tisch im Lauf des Abends passiert. Entscheidend ist der Abstand zum Gegenüber, und dieser Abstand ist der Durchmesser: anderthalb Meter am Tisch mit 150 Zentimetern, fast zwei am Tisch mit 180.
Auf anderthalb Meter zu sprechen gelingt im ruhigen Saal, aber nicht mehr, sobald Musik läuft. In der Praxis heißt das: ein Tisch für zehn wird zu zwei Gesprächen zu fünft. Ist die Tischrunde bewusst zusammengestellt — eine Familie, ein Arbeitsteam, Freunde aus der Jugend —, nimm lieber einen Tisch mehr, als an jedem Tisch zwei Plätze zuzulegen.
Für Kinder gilt die umgekehrte Regel: Kinder brauchen weniger Platz und reden gern mit dem Nachbarn, deshalb verträgt ein Kindertisch ein bis zwei Plätze mehr, als die Tabelle sagt.
Was Gedeck und Service wegnehmen
Die Zahlen der Tabelle sind Plätze, keine Gedecke. Ein Gedeck — Teller, Gläser, Besteck und Serviette — braucht etwa 45 Zentimeter Breite und 35 Zentimeter Tiefe, acht Gedecke passen also großzügig auf einen Tisch mit 150 Zentimetern und zehn gerade eben.
Drei Dinge fressen den Rest:
- Die Tischdekoration nimmt keinen Rand weg, ein flaches und breites Gesteck aber den Raum zwischen den Tellern. Hoch und schmal ist ohnehin die sichere Wahl, weil die Gäste daran vorbeisehen.
- Gemeinsame Platten nehmen genau die Mitte weg, die zehn Gedecke bräuchten. Wird family style serviert, nimm die bequeme Zahl und nicht das Maximum.
- Weingläser und Wasserflaschen sind das, was den Tisch am Ende füllt. Zwei Gläser pro Gast sind ein anderer Tisch als eines.
Das Buffet ist die Ausnahme in die andere Richtung: wenn auf dem Tisch nur ein Teller und ein Glas gleichzeitig stehen, ist die Höchstzahl brauchbar.
Tischfuß und Stuhlbreite
Zwei Maße, die im Durchmesser nicht auftauchen und trotzdem den letzten Platz entscheiden:
Der Fuß. Um einen Tisch mit Säulenfuß lassen sich die Stühle gleichmäßig verteilen. Bei einem vierbeinigen Tisch landen die Beine an den Knien von vier Gästen, und praktisch rückt oder entfällt pro Bein ein Platz. Gemietete Banketttische stehen meist auf einem klappbaren Mittelfuß — die eigenen Tische einer Location aber nicht immer, und das lohnt sich zu prüfen, bevor die Tischkarten gedruckt werden.
Die Stuhlbreite. Ein Bankettstuhl ist 45–50 Zentimeter breit und passt gut in einen Platzabstand von 60 Zentimetern. Ein Stuhl mit Armlehnen misst 55–60 Zentimeter, damit entspricht der Platzabstand dem Stuhl selbst und die Höchstzahl ist nicht mehr erreichbar. Ein Rollstuhlplatz braucht etwa 90 Zentimeter Rand und einen freien Weg zum Tisch — das ist eine Reservierung im Plan und keine Entscheidung für den Tag selbst.
Wie viele Tische gebraucht werden
Teile die Gästezahl durch die bequeme Platzzahl und runde auf: 80 Gäste an Tischen mit 150 Zentimetern ergeben zehn Tische. Drei Dinge, die dabei gleich mit erledigt werden sollten:
- Lass den letzten Tisch nicht zum Zweiertisch werden. Geht die Teilung nicht auf, verteile die übrigen Gäste einzeln auf die anderen Tische. Ein Tisch für zwei in einem vollen Saal wirkt wie eine Strafe — es sei denn, es ist der eigene Tisch des Brautpaars.
- Rechne Platz zwischen den Tischen ein. Zwischen den Tischkanten werden etwa 150 Zentimeter gebraucht, damit ein zurückgeschobener Stuhl und eine vorbeigehende Servicekraft in dieselbe Lücke passen. Die genauen Maße stehen im Ratgeber zum Tischplan im Restaurant.
- Prüfe, ob die Tische in den Saal passen. Ein Tisch für acht braucht mit Stühlen und Laufwegen etwa drei mal drei Meter Boden, also knapp zehn Quadratmeter. Zehn Tische brauchen damit rund 95 Quadratmeter allein für die Tische — vor Bühne, Buffet und Tanzfläche. Die Zahlen nach Bestuhlungsform stehen im Ratgeber zum Sitzplan für Veranstaltungen.
So prüfst du es im Plan
Die Tabelle gilt für einen Tisch. Der Saal ist eine eigene Frage, und die beantwortet der Grundriss: du gibst die Maße des Saals ein, setzt die Tische hinein und liest am Platzzähler ab, wie viele Personen hineinpassen.
Durchmesser und Platzzahl sind zwei Felder im eigenen Bedienfeld des Tisches, der Vergleich zweier Varianten ist also das Ändern zweier Zahlen: acht Plätze an zehn Tischen oder zehn Plätze an acht. Der Plan sagt sofort, was hineinpasst.
Die Maßeinheit wählst du in den Einstellungen. Zentimeter und Zoll sind derselbe gespeicherte Grundriss auf zwei Arten gelesen, du kannst die Maße also in Zoll eingeben, auch wenn der Plan der Location in Metern kommt.
Dieselbe Rechnung wiederholt sich bei jeder Feier: der Sitzplan der Hochzeit, die Tischeinteilung einer Veranstaltung und der Tischplan im Restaurant kommen alle aus demselben Umfang. Steht die Tischgröße fest, lautet die nächste Frage, wer wo sitzt — und darauf antwortet der Ratgeber zur Sitzordnung bei der Hochzeit.

